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Ein Turm mit Weitblick
Foto: Beushausen

Ein Turm mit Weitblick

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Dieser Turm ist für Besucher normalerweise nicht zugänglich. Wir verlosen Plätze für eine exklusive Führung hoch hinauf auf den Sperrwerkturm in Castrop-Rauxel.

Vom Sperrwerkturm aus zeigt sich, wie Technik, Hochwasserschutz und Emscherlandschaft zusammenspielen. Wer am Hochwasserrückhaltebecken Emscher-Auen in Castrop-Rauxel unterwegs ist, entdeckt eine besondere Landmarke. Über der Landschaft ragt der Sperrwerkturm empor. Das Betriebsgebäude ist Teil des Hochwasserschutzes und zugleich ein ungewöhnlicher Aussichtspunkt. Von der Dachterrasse reicht der Blick über das 33 Hektar große Rückhaltebecken und weit ins Umland.

Der 2013 fertiggestellte Turm ist mehr als Zweckarchitektur. Seine markante Gestaltung wurde 2015 mit dem Westfälischen Baukulturpreis ausgezeichnet. Entstanden ist er im Zuge der Umgestaltung der Emscher. Die Emschergenossenschaft hat mit den Emscher-Auen ein Landschaftsbauwerk geschaffen, das Hochwasserschutz und die Entwicklung eines naturnahen Flussraums verbindet. Das Rückhaltebecken erstreckt sich über rund 33 Hektar. Drei Becken können im Ernstfall bis zu 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Ein Drosselbauwerk in der Emscher reguliert den Zufluss. Angesichts zunehmender Starkregenereignisse gewinnt diese Funktion weiter an Bedeutung.
Im Turm befindet sich die Steuerung des Sperrwerks. Messdaten wie der Wasserstand werden erfasst und übertragen. „Wird ein bestimmter Pegel erreicht, können die Sperrtore mechanisch geschlossen werden. Die Technik muss natürlich verbaut sein“, erklärt Paul Brogt, Mitglied des Vereins Menschen an der Emscher e. V. Gleichzeitig zeigt der Turm, dass technischer Hochwasserschutz und Renaturierung zusammengehören.

Die Emschergenossenschaft gibt dem Fluss wieder mehr Raum, ohne auf notwendige technische Sicherungen zu verzichten. Auch das Umfeld hat sich verändert. Das Rückhaltebecken ist heute Teil eines neuen Landschaftsraums, der wasserwirtschaftliche Aufgaben mit naturnaher Naherholung verbindet.


links: Paul Brogt mit Besucher Horst Gröne.
links: Paul Brogt mit Besucher Horst Gröne.
Besucher Horst Gröne.
Besucher Horst Gröne.


Für Besucher ist der Turm normalerweise nicht zugänglich. Der Verein Menschen an der Emscher e. V. gehört zu den wenigen Organisationen mit einem Schlüssel. „Wir waren die Ersten, die einen bekommen haben“, erzählt Brogt. Oben auf dem Sperrwerkturm wartet schließlich der besondere Blick. „Die Aussicht ist ein Highlight“, sagt Brogt.

Vom Turm aus wird sichtbar, was die Emscher-Auen ausmacht. Der Blick reicht über die Auen, zum Emscherhof und in Richtung Beerenbruch. Dazwischen liegen Sträucher, Wasserflächen und offene Landschaftsräume. Der Blick nach unten zeigt die technische Seite des Hochwasserschutzes, der in die Ferne, was aus der Emscherlandschaft geworden ist. Beides gehört zusammen und erzählt die Geschichte eines Flusses, der sich in nur wenigen Jahrzehnten grundlegend verändert hat.

Wir verlosen Plätze für eine exklusive Führung am Montag, 5. Oktober, 10 Uhr. Wenn Sie dabei sein möchten, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an gewinnspiel@vest-erleben.de mit Ihren Kontaktdaten zur Gewinnbenachrichtigung (Vorname, Nachname, Wohnort), Stichwort: Turm. Die Gewinner werden am 25. September per E-Mail von uns benachrichtigt.
Teilnahmebedingungen unter: vesterleben.de/artikel/gewinnspiel

Info
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV)

EMSCHERGENOSSENSCHAFT UND LIPPEVERBAND
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
www.eglv.de

 

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